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33+0

Wieder eine Woche geschafft. Meine neue Nachbarin trägt die gleichen Schuhe (Birkenstock), hat im gleichen Monat Geburtstag und die gleiche Diagnose. Die Wahrscheinlichkeit steigt also, dass wir hier ein wenig Zeit zusammen verbringen. Ansonsten habe ich immer wieder nervöse Schmierblutungen, einen OP–Termin in zwei Wochen und ein Kampfgewicht von 72 Kilo.

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32+0

Drei Wochen im Krankenhaus, kleiner Ausflug in den Kreissaal mit mäßig starken Panikattacken, weil ich wieder frisches Blutstropfen in der Binde hatte. Dass man sich daran aber auch nicht gewöhnt. Jetzt bin ich wieder weitgehend entspannt, das Baby turnt, ich habe wieder alle meine Nerven vom Boden aufgesammelt und weiter gehts.

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Zwei Wochen und 31 plus 0

Seit gestern sind wir zwei Wochen hier. Meine neue Nachbarin hat Drillinge auf der Intensiv und ist sehr nett und zurückhaltend. Sie ist selber gelernte Kinder-Intensiv-Schwester und gibt dem Personal auch gerne Anweisungen was die Medikation angeht, was durchaus amüsant ist. Gleichzeitig muss ich aufpassen dass ich mir hier nicht zuviele Horrorgeschichten abhole, ich bin hier ja noch eine kleine Weile. Aber vermutlich werden sie mir die nächsten Wochen nur solche Fälle reinschieben, weil sie vermeiden wollen, dass ich mit Baby und Mama hier zusammenliege. Da bleiben halt dann nur die Intensiv-Fälle oder halt so Leute wie ich.

Ansonsten gewöhne ich mich an den Ablauf hier: Zweimal täglich CTG (nervt kolossal!), Maske auf, aus dem Zimmer raus (vergesse ich langsam weniger), Pause im Garten am Brunnen, azulejos ausmalen (sehr entspannend), mit einem Oropax im Ohr schlafen, viel Podcasts hören, nicht so viel an die Zukunft denken.

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Im Krankenhaus

Vorab es geht uns gut, aber wir sind mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren, nachdem ich leichte Blutungen hatte und eine Hochrisiko-Plazenta über meinem Muttermund balanciere. Jetzt bin ich seit fast einer Woche in einem Zweibettzimmer mit einer sehr laut sprechenden und denkenden Person untergebracht, die bis zu ihrem 37. Lebensjahr noch Jungfrau war, eine Bibel in ihrem Koffer dabei hat und mit einem Gepäckwagen und unförmigen Koffern angereist ist.

Aber sie ist auch eine arme Sau, mit einem kleinen Mädchen auf der Intensivstation und manchmal (!) ist es besser als alleine. Schön wäre nur, wenn sie merken würde dass ich meine Ruhe haben will, wenn ich meinen Kopfhörer aufziehe.

Ich habe dynamische Bettruhe verordnet bekommen, so interpretiere ich das. Ich darf also mein Trinken selber holen und vielleicht sogar mit dem Lift nach unten rauschen. Gerade bin ich ok, ein, zwei kleine Nervenzusammenbrüche am Tag sind Standard. Mann und große Maus dürfen mich nicht besuchen. Dafür bekomme ich diverse Care-Pakete von guten Freund_innen. Ich wußte ja schon dass meine Plazenta Anlass zur Sorge geben könnte und ich zwei Wochen vor Geburt schon stationär ins Krankenhaus sollte. Dass daraus jetzt fünf Wochen werden….puh! Aber ich meine wir leben in einer Pandemie, andern geht es jetzt auch nicht soooo viel besser….oder?

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Halbzeit

Heute startet die 20. Woche, ich bin die Woche flachgelegen wegen einer Nebenhöhlengeschichte und genieße den ersten Tag ohne Kopfschmerzen. Habe jetzt vorsichtshalber mal angefangen Blutdruck zu messen, um einen Referenzwert zu haben, falls er trotz ASS mal in die falsche Richtung ausschlägt. Ansonsten soweit alles im grau-grünen Bereich, es ist angekommen, das ich ein_en Bauchbewohner_in habe und der Rest wird schon werden….

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Sichtbar schwanger

Ab und an rumpelt das Baby durch meinen Bauchraum. Ich habe Sodbrennen, mein Oberbauch spannt als wäre ich im siebten Monat und ich könnte permanent essen, vor allem Süßes. Deswegen knacke ich vermutlich bald die 70 und bin damit dicker unterwegs als beim letzen Mal:)

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Zeit dem Arbeitgeber

von meinem wachsenden Wunder zu erzählen. Ich werde immer runder, hülle mich in flatternde Hemden und harre der Dinge, als ob noch was um die Ecke kommt. So schwanger nach Fehlgeburten und Kinderwunschmedizin bleibt nicht einfach…