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Ich habe ein Date

mit einem kleinen Zellhaufen, heute gegen 15.00. Ich habe keine Magen-Darm Grippe. Mittags rum kann ich nachfragen, ob sie das Auftauen gut überstanden hat. Zitter. Magengrummel. Flatter.

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Von 180km/h auf O?

Jetzt wo alle Räder auf „Go“ umgeschaltet sind, werde ich nachts von einer kleinen sich erbrechenden eineinhalbjährigen geweckt. Bisher habe ich mich jedesmal bei ihr angesteckt. Das letzte mal Darmgrippe war vor zwei Monaten. Auch ein Mitbringsel aus der Kita und ich war kurz unsicher, ob meine Organe wieder alle an ihren Platz finden. Sprich: So krass kannte ich das nicht! Es hat dann konsequenterweise auch den Bärtigen und Oma, Opa getroffen. So, was nun? Transfer abblasen? Ich rufe mal nachher die Praxis an….

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Neues von der Gebärmutti

Meine Damen und Herren,

Wenn ihr denkt, jetzt geht es nicht mehr. Mir hilft es ,mich im Bus umzusehen und laut zu denken: „Ihr wart alle mal Blastozysten“. Ich warte auf den Tag, an dem ich diesen Satz laut auspreche.

Heute war ich wieder beim Ultraschall-Prüfgerät und die Schleimhaut hat sich nicht weiter verändert. Dennoch wird ab heute Utrogestan hinzugegeben. Gestern war ich noch bei meiner Kinderwunsch-Osteopathin, um meine Gebärmutti einrenken zu lassen. Details nur privat! Harr! Ansonsten habe ich noch eine kryptische Nachricht von der Praxis bekommen, dass ich bestätigen soll, dass die Blastozyste am Dienstag aufgeweckt werden darf, was ich selbstverständlich gemacht habe. Habe ja alles so schön vorbereitet. Hinzu die Nachricht, das sie gleich zwei Tage später die Blutwerte kontrollieren, um zu entscheiden wie es mit der Medikation weitergeht…also zwei Tage nach Transfer!

Das kann ja wohl nicht angehen, dass man da schon weiß, ob es Richtung Schwangerschaft geht? Das überlebe ich auf jeden Fall (klingt sehr gut! Wollte eigentlich auf keinen Fall schreiben!!) und werde mich gleich mal verweigern. Oder finde ich das toll? Unklar. Verwirrt. Nebel.

P.s. Meine Morgen-Routine nach jedem Praxis Besuch. Cappucino und Marmeladencroissant für die gute Figur!

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8,5mm Schnupfen und Müdigkeit

Seit Madame Wumpa in meinem Leben ist, bin ich viel öfter krank. Jetzt zum Beispiel gesellt sich nach drei Tagen Halsweh, eine Schnupfennase hinzu. Müde bin ich auch immerzu und werde mich wohl bald hinzugesellen zum Maus-Auflauf, der schon seit viertel vor sechs schnarcht.  Ultraschall heute war ok, Ärztin war wortkarg, aber anscheinend sieht alles gut aus.

Wenn die Werte so bleiben, ist nächste Woche Dienstag Transfer. Heureka oder so!

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Kein Zen weit und breit

Tief auf dem Unterbewussten oder war es das Unbewußte? Was war nochmal der Unterschied?, stieg ein Traum über den Transfer. Neben mir eine Freundin, die auch bei der Geburt des Supa-Babies dabei war. Und ich meinte im vollen Wartezimmer zu ihr, oh: „ich habe gar nicht angerufen ob die Blastozyste aufgewacht ist. „“Das ist schlecht“, meinte sie dann nur ganz stoisch. Irgendwann dann meine Name und eine sehr sehr mächtige Krankenschwester, die mir irgendwas entgegenblubberte, dass man nicht transferieren werde.  Meine bald verzweifelten Rückfragen führten nur zu unwirschem, unklaren Antworten. Am Schluss war ich so verzweifelt, dass ich in den Raum rief, wenn ihr sie mir nicht geben wollt, dann setzt sie doch jemand ander sein. Zu diesem herorischen Aufruf gehört aber auch, dass ich am Ende des Traumes versucht habe, die Krankenschwester zu verprügeln.

P.s. ich bin erkältet.

PP.s. ich habe Kieferschmerzen

Ergo: Ich scheine verdammt nervös zu sein.

 

 

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Neues vom Kaffeesatz…

5mm hat sich die Schleimhaut schon angedeihen lassen. Mein sehr gesprächiger Arzt (nicht) meinte nur, ich könne jetzt die Dosis erhöhen und nächste Woche werde transferiert. Voller Herzklopfen entschwand ich aus dem Untersuchungszimmer, nur um von den Schwestern zu hören, dass er für den Transfer gar nicht da sei. Prädikat, doof. Hätte er ja mal sagen können. Ich wollte doch alles exakt so machen wie beim letzen Mal. Aber auf Blutegel haben weder Gatte noch ich Lust und jetzt also auch noch eine fremde Ärztin. Na, dann Wurstkessel-Aberglauben-Irrsin-Ahoi. Omen, Kaffee- und Teesatz lesen, sollten wir Kinderwunschfrauen uns einfach verbieten. Denn immer geht es immer nur um eines: die Kontrolle abzugeben….und abzuwarten. Puh, ist das schwierig.

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Frust before

Und dann ist das plötzlich diese Gewissheit, dass es gar nicht klappen kann. Dass dieser Zyklus vielleicht zu früh ist, ich nicht gelassen genug bin, der Job zu fordern ist, in meinem Kopf zuviele Gedanken strudeln.  Klar, ich weiß, dass Gelassenheit am wenigsten damit zutun hat, ob etwas klappt oder nicht. Es ist die große Watschn an die Kinderwunschfrauen. War da jemand nicht entspannt genug? Es ist die Frage von all denjenigen, die „Kinderkriegen ist kinderleicht“ eingeatmet haben und nicht mal im kleinen Zeh erspüren können wie es für die Frauen ist, die feststellen müssen, dass das einfach nur ein Sprichwort ist, das nichts bereit hält außer Frust. Woher also der tiefe Graben? Ich sage mal so, ich habe die Tendenz die frischen schwungvollen Pfade in meinem Gehirn, die in einer optimistischen und achtsamen Wolke nur so schwingen, unüberlegt mit einem kleinen Schritt zuviel, zu verlassen. Das kann eine Stresssituation in der Arbeit sein oder ein Streit mit dem Bärtigen….

Und ich befinde mich in bekannten Gebiet. Hier sind es keine Pfade, sondern Schluchten negativen Mists, der sich da unten ansammelt und hochdampft. Ich habe dann auch erstmal damit zutun, meinem kleinen Ich eine Strickleiter zuzuwerfen und mich daran zu erinnern, dass ich eine wunderschöne Wumpa in meinem Leben habe, dass das schön ein sehr großes Glück ist und nicht selbstverständlich. Ich versuche mich daran zu erinnern, dass man mit allen Ergebnissen irgendwie klar kommt. Zu guter Letzt gebe ich noch ein wenig Sternenstaub hinzu und sage mir, dass es jetzt noch gar nichts bringt, traurig zu sein, das vorweggenommener Schmerz und Angst, das Ergebnis nicht leichter macht, sondern die Reise dahin nur beschwerlicher.

Ok, Hirn? Na, mal sehen. Ich berichte.