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Murmel und Feindiagnostik

Murmel und ich waren heute bei meiner blöden Frauenärztin. Murmel hat sich sehr schön von allen Seiten gezeigt und uns dann auch einen Blick auf seinen unbekleideten Unterleib erlaubt. Es ist ein Mädel!

Allerdings war die Untersuchung nicht cool. Einstiegssatz nachdem meine Ärztin die Nase geschallt hat: „Oh es hat ein Nasenbein, das ist schonmal gut, das könnte sonst auf eine Chromosomenstörung hinweisen“; äh, what the fuck? Liebe Frau Ärztin, ich habe eine Chromosomenstörung und zwar eine ganz gewaltige, die ist so gewaltig, dass ein kleines Baby gar nicht in diesem Stadium ankommen würde, wenn es eine unbalancierte Translokation hätte. So hörte ich dann zu jedem Organ, das sich vorbildlich vermessen lies und ganz in der Norm lag, noch die Varianz von Abweichungen. „Ah die Speiseröhre geht zum Magen, manchmal verwächst sie nämlich mit dem Hals“, äh? Dann hat sie mich am Ende zur Feindiagnostik überwiesen, obwohl sie keinen Anhaltspunkt feststellen konnte das irgendwas nicht in Ordnung sei. Aber natürlich bin ich dennoch verunsichert. Manchmal wünsche ich mir einfach kompetente Frauenärzte, die sich mit Reproduktion und Genetik auseinandergesetzt haben. Eine Präimplantationsdiagnostik leistet nämlich genau das, sie schaut ob die Blastozyste Chromosomenstörungen hat und setzt sie nicht ein, wenn das der Fall ist. Grrr, irgendwie bin ich echt sauer, obwohl ich mein Babylein so lieb habe:)

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