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Baby come on

Ui. Wir haben aus diesem Zyklus zwei Blastos gewonnen. Zusammen mit dem Vorzyklus sind wir jetzt bei: Drei! Hurra!
Das ist natürlich immer noch wenig, wenn Frau Genetikerin gerne zehn gehabt hätte, aber wir pokern jetzt und geben die Drei an die Genetik weiter. Natürlich nur die biopsierten Zellen. D.h. nur diese drei Mini-Zellen, die aus dem Trophektoderm (mehr dazu) stammen (das ist hoffentlich später die Plazenta) werden gegen „normale“ Zellen mit vollständigen Chromosomensatz ins Rennen geschickt. Ich muss jetzt gleich vor Aufregung anfangen zu beten, das eine euploide dabei ist. Dabei habe ich zuletzt als Kind gebetet? Naja und ich muss auch ehrlich sein. Eine geschätzte und sehr liebe Leidensgenossin hat neulich eine euploide Blastozyste transferiert bekommen, aber sie ist leider nicht schwanger. Es gibt keine Garantie Mädels. Könnt ihr noch ein wenig drücken? So schön, dass es Euch alle gibt.

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Habe ich doch glatt…

beim aufräumen zwei alte positive Schwangerschaftstest gefunden. Hätte ich das mal mit dem Bad putzen vor Weihnachten gelassen. Seit drei Jahren stelle ich mir Weihnachten mit

a) einem dicken Bauch

b) einem dicken Baby

vor und was habe ich davon? Einen flachen Bauch dank „slow-carb“, kein Babie und einen bärtigen dicken Mann. Hach!  Ich bin erstaunt, dass es mich bisher sogar kalt lässt. Es ist tatsächlich so, dass ich das „Baby machen“ abgegeben habe an die Kinderwunsch-Praxis. Und dennoch ein kleiner Kloß im Hals ist da, den ich vermutlich mit Wein und Bier Morgen hinunterspülen werde. Habe ich erzählt, dass meine Schwester morgen auch mit Freund da ist? Die Schwester, die es schon drei Jahr länger als ich probiert und jetzt Dank Genanalyse weiß, dass sie ebenfalls von einer Translokation betroffen ist? Das macht es nicht einfacher. Ist es doch auch alles eine Kostenfrage, schließlich wollten die beiden bisher den Schritt zur künstlichen Befruchtung nicht machen. Und jetzt ist die Wahl nur noch, künstlich oder gar nicht. Ach, puh. Ich schiebe mir jetzt erstmal einen Kürbis-Gemüse Haufen in den Ofen und ja, weiter weiß ich auch nicht:)

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Heute haben wir..

das Gespräch mit Onkel Kinderwunsch-Arzt. Mein Fatalismus: „Ich werde nie schwanger werde, das Leben meint es nicht gut und überhaupt“, hat sich wieder ein wenig einfangen lassen. Ich bin zumindest neugierig warum es meine ausgeschickte Armee an Eizellen nicht geschafft hat zu ein paar vernünftigen potentiellen neuen Weltherrscher_innen anzuwachsen. Nun ja. Eine gibt es ja. Vermutlich werden wir also doch noch weitermachen, vor. Herr Kiwi erzählt uns was aufbauendes und glaubhaftes. Ich halte Euch auf dem Laufenden…

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Es rumpeln

so etwa fünf bis acht Eibläschen an jedem Eierstock. Am rechten Stock wuselt es schon ganz gut, der linke schießt träge nach. Damit das volle Potential genutzt werden kann – wir brauchen ja besonders viele, um eine PID wahrscheinlich zu machen, wird jetzt noch bis Montag weitergehumpelt und dann ausgelöst.

Ich merke das jetzt schon, mein Bauch spannt und pikt auch gerne mal und mein Kopf bleibt in einem kleinen Kopfschmerz gefangen. Überlege ob ich mich ab Montag krank schreiben lassen soll wie es meine kluge Hausärztin gleich geraten hat, aber mich quälen jetzt schon die Aufgaben, die dann liegen bleiben. Andererseits geht es hier um mehr als nur „Arbeit“ und ich werde in meinen beiden halben Jobs jetzt nicht gerade die Karriereleiter hochgetragen. Hm, wie macht ihr das denn so?