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Mr. and Misses Google

Google ist meine Freundin, meine Feindin. Seit vier Jahren leide ich am Thema Kinderwunsch. Anfangs, als Mr. Ehemann noch nicht so sicher war ob er kleine Einheiten von uns beiden in die Welt schicken wollte, googelte ich in der ersten Hälfte meines Zyklus folgende Fragen:

  • Kann man kurz nach der Periode schwanger werden? Kann man – nur ich wurde es nie.
  • Schwanger am Zyklustag (1,2,3,4,5,6,7,8)? Geht alles – bei uns ging es nie
  • ich nahm sogar mal die Pille danach (hätte ich mir sparen können)

In der zweiten Hälfte des Zyklus googelte ich vor allem:

  • Schwangerschaftsanzeichen (zum Beispiel kombiniert mit der Frage, 2, 3 (bitte fortsetzen) Tage nach Eisprung…
  • oder auch sehr beliebt: Schmierblutung: Schwangerschaftsanzeichen oder PMS? (Davon konnte ich eine zeitlang nicht genug kriegen, jetzt habe ich keine mehr, schwanger bin ich immer noch nicht)

Dann als mein dann Ehemann verzückt gestand, dass er soweit sei mit mir kleine Welpen in das Bassin der Welt zu werfen, wurde meine Google-mani grotesk. Ich nutze jede freie Sekunde eine noch so abgefahrene Frage an das Universum Internet zu stellen (einer der Knaller: Schwanger trotz Periode? oder Anzeichen vor NMT (Nicht-Mens-Tag für die ungeübten Leser_innen). Das ging dann so über ein Jahr. Seitdem ebt meine Manie etwas ab. Mir fallen kaum neue Fragen ein und schwanger bin ich auch immer noch nicht. Aber: Wenn Google uns schwängern könnte, hätte ich schon mehrmals Drillinge, ach was Vierlinge in die Welt gesetzt.

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